Reflexintegration mit RIT® und KinFlex®
Wer kennt nicht den kleinen, blauen Reflexhammer aus dem Spiele-Kinderarztkoffer, mit dem die Kleinen so begeistert den spannenden Kniesehnenreflex testen? Dieser Reflex ist wichtig: er hilft uns ein Leben lang beim Stolpern, das heißt: er bleibt immer „aktiv“, damit wir nicht hinfallen, sondern uns noch rechtzeitig abfangen können.
Es gibt jedoch auch andere, die so genannten frühkindlichen Reflexe (wie z.B. der Moro-Reflex), die nur eine bestimmte Zeit gebraucht werden, um beispielsweise das Laufen zu lernen. Aber dann, ca. bis zum Ende des 3. Lebensjahres, sollten diese nicht mehr aktiv, sondern „integriert“ sein. Praktischerweise hat die Natur an diese natürliche Bewegungsentwicklung auch gleichzeitig die Entwicklung von kognitiven Fähigkeiten gekoppelt, wie das Sehen (später wichtig für das Lesen und Schreiben), die Raumwahrnehmung (Mathematikverständnis), das Gleichgewicht und vieles mehr.
Diese neuromotorische Entwicklung kann jedoch gestört werden und zu Verhaltens- und Lernauffälligkeiten führen. Wenn Du nun den Zappelphilipp beim Essen zuhause oder im Kindergarten-Stuhlkreis vor Augen hast, oder Dir schon öfters das Spielzeug – urplötzlich wutentbrannt vom Sprössling abgefeuert – um die Ohren geflogen ist, könntest Du Reflexen auf der Spur sein.
Oder wenn Du ein Kind dabei beobachtest, dass es sehr verkrampft den Stift hält und dabei so stark aufdrückt, dass man noch 2 Seiten darunter den Durchschlag des gemalten Blümchens oder Rennautos findet, dann versucht das Kind wahrscheinlich die noch aktiven Greif- und Hochziehreflexe zu beherrschen – und später in der Schule könnte es daher schneller keine Lust (und Kraft) mehr fürs Schreiben haben. Oder Konzentrationsprobleme haben. Oder Hyperaktivität. Oder mangelnde Impulskontrolle. Oder eine extreme Ängstlichkeit. Oder viele Fehler beim Lesen/Schreiben/Rechnen.
Aber mit einem relativ schnellen, leichten und individuellen Bewegungs- und Wahrnehmungsprogramm kann ein Kind (und natürlich auch ein Erwachsener) mit dann integrierten Reflexen vor allem eines haben: die Fernbedienung für sein Leben selbstbestimmt in der Hand! Die oben genannten Symptome können verschwinden und das Kind kann die Schule genießen.
Für ein präventives und förderndes RIT®-Gruppentraining begleite ich als RIT®-Trainerin die Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten (für Kinder ab 5 Jahre) und die Lehrerinnen und Lehrer in Grundschulen. Warum Kindergartenkinder? Damit eine Schul-Frust-Abwärtsspirale aufgrund von noch aktiven Reflexen deutlich abgeschwächt oder sogar verhindert werden kann. Und warum Grundschulkinder? Damit eine Schul-Lust-Aufwärtsspirale durch mehr vollständig integrierte Reflexe angeregt werden kann. Jeweils eine Liste an bereits erfolgreichen und RIT®-zertifizierten Kindergärten und Grundschulen findest Du auf meiner Linktipp-Seite.
In meinen Vorträgen und Fortbildungen bekommst Du Antworten auf die folgenden Fragen:
- Welche frühkindlichen Reflexe können hinter Verhaltens- und Lernauffälligkeiten stecken?
- Was können die Ursachen für noch aktive frühkindliche Reflexe sein?
- Wie kann ich z.B. bei meinem Baby oder Kleinkind ein übermäßig starkes Auslösen dieser Reflexe vermeiden, z.B. beim Wickeln, Tragen, Essen und Spielen?
- Wie kann ich mein Kind in jedem Alter in seiner neuromotorischen Entwicklung unterstützen?
- Wie kann mein Kind durch ein gezieltes Bewegungs- und Wahrnehmungsprogramm mit RIT® und KinFlex® leichter lernen, sein Selbstbewusstsein stärken und sich mit anderen Menschen besser verstehen?
Schau doch schon einmal selbst, welche Symptome auf noch aktive Reflexe hinweisen können:
- bei Deinem Kind in diesem Eltern-Fragebogen – Download
- bei Dir selbst in diesem Erwachsenen-Fragebogen – Download
- bei Deinem Vorschulkind in diesem Kindergarten-Fragebogen – Download – (von Bezugserzieherinnen/-erziehern mit Einverständnis der Eltern auszufüllen)
- bei Deinem Grundschulkind in diesem Schul-Fragebogen – Downlaod – (von Klassenlehrerinnen/-lehrern mit Einverständnis der Eltern auszufüllen).
Dann schick mir hier (info@HiLights-Potenzialtraining.de) den ausgefüllten Fragebogen zu und ich melde mich für ein kostenloses Vorgespräch bei Dir.
Meine Leistungen für Dein Kind in jedem Alter im Bereich Reflexintegration mit RIT® und KinFlex®:
- In einem kostenlosen Kennenlerngespräch rede ich mit Dir über die Themen Deines Kindes (z.B. Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche, Unkonzentriertheit, mangelnde Impulskontrolle, Feinmotorik fördern, Ängstlichkeit, wenig Selbstvertrauen, emotionale und soziale Auffälligkeiten im Umgang mit anderen Menschen, Stress in Prüfungssituationen, uvm.).
- Das individuelle RIT®-Einzeltraining dauert ca. 6-9 Monate. Eine RIT®-Trainingsstunde dauert 60 Minuten (+ evtl. 15 Minuten) und findet in der Regel einmal pro Monat statt. Hier lernt ihr kurze, tägliche Bewegungsübungen für zuhause. Dieses Training ist für Menschen ab 4-5 Jahre geeignet.
- Das individuelle KinFlex®-Einzelprogramm dauert ca. 2-3 Monate. Ein KinFlex®-Termin dauert 90-120 Minuten (+ evtl. 15 Minuten) und findet in der Regel alle 2-3 Wochen statt. Hier machst Du und/oder Dein Kind ein Programm aus individuell zusammengestellten Übungsbausteinen. Dieses Programm ist für Menschen in jedem Alter, auch für Babys, geeignet.
- Das RIT®-Gruppentraining im Kindergarten oder in der Grundschule dauert ca. 8-9 Monate. Dein Kind macht täglich Übungen zusammen mit den anderen Kindern und den von mir geschulten Erzieherinnen und Erziehern. Die Finanzierung erfolgt in der Regel durch Förderungen der Krankenkassen, Eigenmittel der Institutionen und Sponsoren.
Rechtliche Hinweise:
Bitte beachte, dass ich als selbstständige Trainerin/Therapeutin/Coach/Beraterin im nicht-medizinischen Bereich arbeite. Ich bin nicht als Ärztin oder Heilpraktikerin tätig.
Die angebotenen Leistungen stellen keine Behandlung im medizinischen oder naturheilkundlichen Sinne dar. Sie sind als unterstützende und ergänzende Maßnahme zu verstehen und dienen der Gesundheitsförderung und der Persönlichkeitsentwicklung.
Die Inanspruchnahme der angebotenen Leistungen ersetzt keinesfalls den Besuch oder die Behandlung bei einem Arzt, Heilpraktiker oder eingetragenen, medizinischen Therapeuten.
Es werden keine Diagnosen gestellt, keine Heilungsversprechen gegeben, keine Medikamente verabreicht oder empfohlen und primär keine Leiden mit medizinischer Erfordernis behandelt.
Für einen gesunden Menschen stellt die Reflextherapie kein Risiko dar. Bei vorliegenden Diagnosen ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hinsichtlich einer Unbedenklichkeit der kinesiologischen Entstressung der frühkindlichen Reflexe zu empfehlen.
Was sind frühkindliche Reflexe?
Frühkindliche Reflexe sind automatische Bewegungsmuster, die bereits während der Schwangerschaft entstehen und die Entwicklung eines Kindes in den ersten Lebensjahren begleiten.
Sie unterstützen unter anderem die Geburt sowie wichtige Entwicklungsschritte wie Aufrichtung, Gleichgewicht, Koordination und das Zusammenspiel verschiedener Körperbereiche.
Im Laufe der natürlichen Entwicklung werden diese frühen Reflexmuster zunehmend integriert und von willkürlichen, bewusst gesteuerten Bewegungen abgelöst. Bleiben einzelne Reflexmuster über ihre eigentliche Entwicklungsphase hinaus aktiv oder werden sie später wieder aktiviert, kann dies zusätzlichen „Kraftaufwand“ für das Nervensystem bedeuten.
Genau hier setzt die Reflexintegration an.
Woran kann ich erkennen, dass frühkindliche Reflexe noch aktiv sein könnten?
Noch aktive frühkindliche Reflexmuster können sich im Alltag ganz unterschiedlich zeigen. Vielleicht erkennst du dein Kind in einigen dieser Beobachtungen wieder:
• es fällt ihm schwer, längere Zeit ruhig zu sitzen oder sich zu konzentrieren
• Schreiben ist anstrengend, der Stift wird sehr fest gehalten oder stark aufgedrückt
• Lesen, Schreiben oder Rechnen kosten ungewöhnlich viel Kraft
• Gleichgewicht, Koordination oder bestimmte Bewegungsabläufe fallen schwer
• dein Kind wirkt schnell überfordert oder reagiert besonders empfindlich auf Reize
• es zeigt einen ausgeprägten Bewegungsdrang oder findet nur schwer in die Ruhe
• bestimmte fein- oder grobmotorische Anforderungen bereiten Schwierigkeiten
Nicht jede dieser Beobachtungen muss mit noch aktiven frühkindlichen Reflexmustern zusammenhängen. Sie können jedoch Hinweise darauf geben, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
Warum können frühkindliche Reflexe Lernen und Verhalten beeinflussen?
Frühkindliche Reflexe gehören zur natürlichen Entwicklung unseres Nervensystems. Sie unterstützen ein Baby dabei, wichtige Entwicklungsschritte zu durchlaufen, und bilden zugleich Grundlagen für spätere komplexere Bewegungs- und Lernprozesse.
Werden einzelne Reflexmuster nicht vollständig integriert, können bestimmte Bewegungsimpulse weiterhin unwillkürlich mitwirken. Tätigkeiten, die eigentlich zunehmend automatisch und mühelos ablaufen sollten, können dadurch mehr Aufmerksamkeit und Kraft erfordern.
Das kann beispielsweise bedeuten, dass ein Kind einen Teil seiner Energie dafür benötigt, seinen Körper zu stabilisieren, Bewegungsimpulse zu kontrollieren oder eine bestimmte Sitz- und Schreibhaltung aufrechtzuerhalten. Diese Energie steht dann möglicherweise an anderer Stelle – etwa für Konzentration, Lesen, Schreiben oder andere Lernprozesse – weniger zur Verfügung.
Deshalb schaue ich bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten gerne auch auf die körperliche und neuromotorische Basis: Nicht immer ist fehlendes Wollen das Problem – manchmal kostet etwas schlicht sehr viel mehr Kraft, als von außen sichtbar ist.
Was bedeutet Reflexintegration?
Frühkindliche Reflexe haben in bestimmten Entwicklungsphasen eine wichtige Aufgabe. Wenn ihre Zeit erfüllt ist, werden sie im Laufe der natürlichen Entwicklung zunehmend in komplexere Bewegungs- und Reaktionsmuster integriert.
Integration bedeutet dabei nicht, einen Reflex „wegzumachen“. Vielmehr geht es darum, dass das Nervensystem nicht mehr auf das ursprüngliche frühkindliche Reflexmuster angewiesen ist und zunehmend differenziertere, willkürlich gesteuerte Reaktionen zur Verfügung stehen.
Reflexintegration setzt genau hier an: Sie gibt dem Nervensystem Impulse, um noch aktive oder wieder aktivierte frühkindliche Reflexmuster in ihrer Integration zu unterstützen.
Dabei geht es für mich nicht nur um Bewegung. Körper, Nervensystem, Emotionen, Wahrnehmung und Lernen wirken miteinander – und genau dieses Zusammenspiel berücksichtige ich in meiner reflextherapeutischen Arbeit.
Was bedeutet Reflextherapie bei HiLights?
Bei HiLights verstehe ich Reflexintegration nicht als ein reines „Abarbeiten“ einzelner Reflexe. Ich betrachte den Menschen als Ganzes und verbinde die Reflexintegration deshalb mit Nervensystemregulation, Bindungsarbeit, Kinesiologie und einer traumasensiblen Begleitung.
Ein noch aktives oder wieder aktiviertes Reflexmuster steht für mich nicht isoliert da. Deshalb interessiert mich nicht nur: Welcher Reflex zeigt sich?, sondern auch: Was braucht dieser Mensch gerade, damit Entwicklung und Integration leichter möglich werden können?
Reflextherapeutisches Wirken kann bei mir deshalb ganz unterschiedlich aussehen. Dazu können körperliche Impulse und Bewegungen ebenso gehören wie kinesiologisches Testen, Wahrnehmungsübungen, Regulation des Nervensystems, stärkende Gespräche oder spielerische Elemente.
Gerade bei Kindern ist mir besonders wichtig, dass sie nicht einfach wieder „funktionieren“ müssen. Sie dürfen zunächst ankommen, Vertrauen entwickeln, neugierig werden und sich mit ihren eigenen Fähigkeiten und ihrer Selbstwirksamkeit erleben.
Denn nachhaltige Entwicklung entsteht für mich dort, wo sich ein Mensch sicher genug fühlt, um Neues zuzulassen.
Deshalb kann ein Termin bei HiLights anders aussehen, als du es vielleicht von einer rein übungsorientierten Reflexintegration kennst. Das ist kein „Drumherum“, sondern ein bewusster Bestandteil meiner reflextherapeutischen Arbeitsweise.
Ihr Titel
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„Das Leben ist wie eine Ballonfahrt.
Manchmal muss man erst Ballast abwerfen,
um wieder steigen, fliegen, träumen und lachen zu können.“
(Verfasser unbekannt)